Morgellons

Zum Thema „Morgellons“ ganz allgemein: Ich denke häufig darüber nach, wie es möglich ist, dass im Zeitalter der Medien immer noch in Frage gestellt wird, ob denn diese Krankheit überhaupt existiert. Ich fühle mich manchmal wie jemand, der auf das Jahr 1012 zugeht und nicht auf das Jahr 2012. Im Internet findet jeder, der sich ernsthaft für dieses Thema interessiert, eine geradzu riesige Menge an Informationen. Natürlich ist es schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen. Das erfordert einfach einige Erfahrung. Aber wie lange soll es denn noch dauern, bis die Öffentlichkeit (die Fachleute eingeschlossen) endlich begriffen hat, dass man mit einer schwer geschädigten Haut und einer nachweisbar systemischen Krankheit nicht unter Wahnvorstellungen leiden kann? Auch dass über eine halbe Million Kranke (die Dunkelziffer in der ganzen Welt ist mit Sicherheit sehr viel höher) allein in den USA fleissig Textilfasern in selbst zugefügte Wunden streuen sollen halte ich für absurd. Die Betroffenen haben es inzwischen satt, als Psychopathen diagnostiziert zu werden. Es gibt übrigens auch schon Tiere, die diese Krankheit haben.

Unangenehme Wahrheiten (und dieses ist eine, für wen – das ist eine andere Frage und nicht ganz einfach zu erforschen) werden lange Zeit ignoriert. Aber die Wahrheit ist wie Wasser, sie geht schließlich durch alle Ritzen. Das Ganze erinnert mich im übrigen manchmal an das Drama des Abgereicherten Urans.

Ich verbinde dieses Thema nicht mit esoterischen Ideen. Hier geht es um Wissenschaft. Für mich ist nicht erkennbar, dass es sich bei dieser Krankheit um einen einzelnen Erreger handeln könnte, der aus dem Nichts, aus dem großen Speicher der Natur, mal eben aufgetaucht ist. Die Videos von „Skizit-Gesture“, die ich für gut halte, zeigen in eine ganz andere Richtung. Wenn Ihr Englisch einigermaßen gut ist, schauen Sie sich die doch mal an. Ich finde sie hochinteressant. Übrigens, unter dem Punkt „Filme“ finden Sie hier das Video „The Morgellons Warhead“ mitsamt der deutschen Übersetzung des Textes. Bitte wählen Sie unter dem Punkt „Filme“ im Untermenü „Morgellons Film.com“ an.

Ich denke, dass es Zeit wird, zum Thema „Morgellons“ mehr zu sagen als man in einigen Zeitungen ab und zu lesen kann.

Die Öffentlichkeit ist ahnungslos, Menschen, die nichts über das Thema wissen machen sich über die Spinner lustig, die ja unter einem Wahn leiden müssen. Wenn das die Fachleute sagen, dann muss es wohl stimmen.

Wie sehen nun die Tatsachen aus?

Viele, aber längst nicht alle Mediziner und Psychiater und Psychologen sprechen vom Dermatozoenwahn. Die Theorie wurde nach dem Vorbild des Ekbom-Syndroms entwickelt. Es wird fast ausschließlich bei den Symptomen über Juckreiz, Selbstverletzungen und ja, auch über die leidigen Fasern wird berichtet.

Es muß hier ein für allemal festgehalten werden, dass es zwar den Dermatozoenwahn gibt, aber seine Symptome mit denen der Morgellons-Krankheit so gut wie gar nicht übereinstimmen. Es handelt sich um zwei völlig verschiedene Krankheitsbilder. Das beginnt damit, dass viele Kranke gar keinen Juckreiz haben, sondern plötzlich offene Stellen auf ihrer Haut bemerken. Dann kommen nach und nach andere Symptome hinzu. Aus den Wunden können Fasern hervorkommen, häufig sind sie mit dem bloßen Auge kaum erkennbar. Mit einer guten Lupe – etwa 10x oder 12x sieht man aber schon sehr viel. Unter anderem, dass die Fasern unter der geschlossenen Haut sitzen können, die also noch gar nicht aufgeplatzt ist.

Die Augen entzünden sich und die Sicht kann sich verändern. Manche haben Gelenkschmerzen, bei einigen bilden sich auf der Kopfhaut Schwären, offene blutige Stellen, die Haare fallen aus. Aus den Tränenkanälen kommen merkwürdige Ausscheidungen hervor. Es können die bekannten Fasern sein oder harte Bröckchen, die sich dann auf der Hornhaut befinden und sie reizen. Daher die Entzündungen.

Bevor ich weiter fortfahre muß festgehalten werden: Es handelt sich hier keinesfalls um eine Hautkrankheit, sondern um ein systemisches Leiden völlig unbekannten Ursprungs. Es gibt durchaus schon Forschungsergebnisse und ich habe bereits einen Teil davon übersetzt.

Die Krankheit ist auch nicht identisch mit der von Frau Leitao in alten Unterlagen gefundenen „Morgellons“-Krankheit. Sie hat diese Bezeichnung in Ermangelung eines Besseren verwendet und es tut ihr inzwischen leid, dass sie diesen Begriff gewählt hat. Beide Krankheiten haben nichts miteinander zu tun. Leider wird in dieser Hinsicht einfach endlos und ungeprüft abgeschrieben, was schon ein anderer ins Netz gestellt hat – eine bekannte Unsitte.

Das, was wir heute „Morgellons“ nennen, kann es vor dreihundert Jahren schon deshalb nicht gegeben haben, weil es damals weder eine angewandte Gentechnik, Nanotechnik und evtl. auch noch die synthetische Biologie gab. Und die müssen hier eine Rolle gespielt haben, denn die vielgestaltigen Ausscheidungen der Kranken können auf dem bisher möglichen Wege der Vermehrung und Kreuzung gar nicht entstanden sein. Es kommen aus den Befallenen Teile von Insekten heraus, manchmal sogar lebende Insekten wie Trauermücken, auch winzige Pflanzenteile wurden schon berichtet. Die Befallenen sind durchweg normale Menschen wie Sie und ich und wenn Ihnen dies zu skurril und absurd vorkommt – die Kranken finden das genau so, müssen aber zudem noch den Schock verarbeiten, den diese Beobachtungen bei ihnen auslösen! Besonders wenn er ein sogenanntes Nano-Band zutage fördert (sh. Krankenbericht von S. M.).

Es ist nicht so, wie ein Psychiatrie-Professor meint, dass die Kranken immer wieder neue Symptome erfinden (das ist praktisch gar nicht möglich), sondern es treten immer wieder neue Symptome auf und Dr. Staninger, deren Bericht und von Kollegen begutachtete Studie im Internet vorliegt zählt inzwischen bis zu 163 Symptome. Die Krankheit hat verschiedene Ausprägungen und verläuft nicht bei jedem gleich. Es gibt leichtere Fälle, bei denen Menschen schon 10 Jahre lang und länger mit dieser Krankheit leben und ihrem Beruf nachgehen. Und es gibt Fälle, die mit Suizid enden wie der von Monika Bauer, mit der ich noch einige Telefongespräche führte bis sie dann am 07.08.10 aus einem Ballon in die Tiefe sprang. Die Frau litt furchtbare Qualen, die sie zuletzt nicht mehr aushielt. Die Behauptung, dass die Kranken sich die Verletzungen selber beibringen würden, ist sehr anzuzweifeln. Unter den ca. 12 Patienten, mit denen ich längere Zeit korrespondierte, war unter Garantie niemand dabei der sich das angetan hätte. Ein wichtiger Punkt: Viele, aber längst nicht alle Betroffenen leiden unter Lyme-Borreliose! Auch dazu später mehr.

Wenn der Patient zum Arzt geht, steht dieser – kurz gesagt – vor einem Rätsel. Er hat in seinem Studium nichts auch nur annähernd Ähnliches gelernt und ist hilflos. Es gibt aber einige unter ihnen, die tapfer einfach mal versuchen, dem Patienten zu helfen, manchmal auch durchaus mit Erfolg. Aber sie sprechen nicht über die Krankheit, vermutlich aus Angst vor dem Spott der Kollegen. Im Allgemeinen verläuft es so: Der Arzt vermutet zunächst eine Hautkrankheit und überweist den Patienten zum Dermatologen. Der kann aber auch nicht helfen, seine Mittel schlagen nicht an. Schließlich überweist der Dermatologe aus seiner Ratlosigkeit heraus den Patienten zum Psychiater, meistens von vornherein mit der Vermutung, dass der Kranke Wahnvorstellungen haben muß. Und das ist verhängnisvoll für den Patienten. Warum, werde ich in einem der nächsten Artikel ausführen.

Ich habe hier ganz kurz mit dem örtlichen psychiatrischen Arzt sprechen können. Er kannte zwar diese Krankheit noch nicht. Ich beschrieb sie und fragte ihn, ob er schon solche Fälle gehabt habe? Er meinte: Patienten mit Dermatozoenwahn, ja, durchaus. Sie würden furchtbar leiden. Als ich ihn fragte, ob die auch Hautschäden gehabt hätten? Er sah mich verständnislos an und meinte: ‚Nein, natürlich nicht. In diesem Falle hätte ich sie sofort zu ihrem Dermatologen oder Intenisten zurückgeschickt. Denn wenn sie physiologische Schäden haben, dann leiden sie ja nicht unter einem Wahn.’ Das leuchtet ein und so sehen wir das auch.

Mein Appel ist: Bitte, liebe Fachleute, sehen Sie sich die Kranken etwas genauer an. Sie werden oft viel zu oberflächlich untersucht. Und schauen Sie sich ruhig die Ausscheidungen an, sie sind das Indiz überhaupt und solange Sie die nicht mit in Ihre Untersuchungen einbeziehen, kommen Sie mit der Erforschung der Krankheit nie weiter! Dies ist in der Tat eine ganz neue Kondition und man weiss noch nicht, wie und durch wen sie verursacht wurde. In der Natur kann sie so nicht vorkommen.

Ich werde hierüber noch einige Artikel in das Netz setzen, weil das Thema so außerordentlich umfangreich ist. Bitte verfolgen Sie unsere Berichte und schreiben Sie doch auch selbst an uns. Nicht erwünscht sind Spott, herabsetzende Formulierungen und persönliche Angriffe.

Was ist mit der Tatsache, dass man anscheinend den höchsten Anteil an Opfern dieser Krankheit bei Ärzten, Pflegepersonal und neuerdings auch bei Biologen findet? Natürlich kann der Eindruck dadurch entstehen, dass diese mehr im Lichte der Öffentlichkeit stehen und die übrigen Patienten sich verstecken. Letzteres kommt widerum den Kräften zugute, die diese Krankheit nicht wahrhaben wollen – es spielt alles in ihre Hände. Der Kranke ist in einer schlimmeren Lage als es ein Leprakranker im Mittelalter war. Hilfloser ist seit dem armen Ignaz Semmelweiss eigentlich kaum noch jemand gewesen. Sie werden nicht behandelt, nicht ernst genommen und je eher sie sterben, desto besser scheint es – so wie es aussieht – für unserer Gesellschaft, die mit diesem Problem nichts anfangen kann und daher das Einfachste tut, was man in diesem Falle tun kann: Man behauptet, es existiere nicht.
Das haben wir in der Geschichte alles schon mehrmals gehabt. Wen ich hier nicht mit einschliesse, das sind die vielen Ärzte – in allen Ländern, in denen die Krankheit schon aufgetaucht ist – die stillschweigend versuchen, den Kranken zu helfen, ohne grosses Aufsehen. Würden sie im Sinne des Kranken über ihre Behandlung offiziell reden, so hätten sie nur Nachteile davon. Auch das muss einmal erwähnt werden. Mein ganz besonderer Dank gilt ihnen! Leider können sie die Krankheit meist auch (noch) nicht heilen, aber sie können sehr wohl helfen. Das könnten sie mit Sicherheit nicht, wenn sie die Standard-08/15-Diagnose „Dermatozoen-Wahn“ übernehmen würden. (Wissen Sie noch, was 08/15 bedeutet?)

Wenden wir uns doch einmal anderen Betrachtungsweisen zu. Die moderene Biologie ist auf dem Vormarsch. Der Laie kann keine Ahnung davon haben, wie weit die Forschung bereits fortgeschritten ist, aber man kann sich gewisse Kenntnisse darüber aus dem Internet holen, wenn man will. Ich meine jetzt die Beiträge, die von Fachleuten für ein Laienpublikum geschrieben wurden. Es handelt sich um die Gentechnik, die Zell- und Molekularbiologie,die Nanotechnik sowie die daraus resultierende neue synthetische Biologie. Selbst wenn man hier nur eine vage Idee bekommt kann einem doch durchaus klar werden, dass wir uns in einem Zeitalter des vollständigen Umbruchs befinden. Es gibt fast unbegrenzte Möglichkeiten, doch auch gewaltige Risiken und jeder, der sich über die bisher neuen Technologien schon Gedanken gemacht hat weiss, dass die Risikoforschung, wenn überhaupt, immer erst anläuft wenn die neue Technologie längst angewendet wird. Hier liegt eine grosse Gefahr. Ich denke an das Beispiel eines russischen Physikers (ich habe mir seinen Namen nicht gemerkt, das wurde in einer ARD-Rundfunksendung erwähnt) der seit Tschernobyl stark verstrahlt ist und sehr leidet. Als man ihn fragte, was er denn heute von der Atomenergie hält, antwortete er sinngemäss, dass er sie nach wie vor für sehr gut hielte. Es käme halt lediglich darauf an, alles richtig zu machen, dann könnte auch nichts mehr passieren. Mir zeigt das, dass auch Wissenschaftler von ihrem eigenen Fachgebiet so hoffnungslos verblendet sein können, dass man von ihnen kein vernünftiges Urteil mehr erwarten kann.

Mir kommt schon wieder das Thema „Wahnvorstellungen“ in den Sinn. Ich bin darüber ins Grübeln gekommen. Diktatoren haben meistens Wahnvorstellungen, d.h. Menschen, die über zuviel Macht über andere verfügen. Sie verlieren einfach irgendwann das Gefühl für die Realität. Und solche gibt es sicher auch noch in anderen Bereichen. Es gab auch einmal einen Hexenwahn, der erst vor ca. 350 Jahren endete. Sogar Luther glaubte noch an Hexen! Nein, mit dem Wahn ist das wirklich so eine Sache. Wir sollten da doch vorsichtig sein.
Es gab auch schon Krankheitsbilder, die eben so schnell wieder verschwanden wie sie in den Begriffen der Medizin aufgetaucht waren. Für das Phänomen Faserkrankheit gibt es bis jetzt noch keine richtige Theorie.

Alles bleibt Menschenwerk und man muss sich davor hüten, die Wissenschaft in einer überhöhten Betrachtungsweise zu sehen. Sie ist keine Religion und bietet auch kein Ersatz dafür.

Die moderne Biologie als kommende Revolution bisheriger Lebensformen

Das klingt ziemlich gewaltig, und das ist es auch. Ich bin kein Biologe und kann auch nicht mehr Biologie studieren, aber wir können alle Ausschau halten nach Biologen, die das Thema einmal unvoreingenommen näher betrachten mögen. Bisher hatten wir noch keine entsprechenden Zuschriften. Für mich ist das hier wohl der grösste Stein, den ich je versucht habe, den Berg hinaufzurollen. Ich setze mich der Kritik aus, aber ich versuche es trotzdem.

Dabei bin ich auf eine kleine Gruppe Amerikaner gestossen, die im Kanal „Skizit-Gesture“ ihre Videos und Artikel veröffentlichen. Nachdem die Forschung bei der Holman-Foundation anscheinend in letzter Zeit nicht recht weitergekommen ist, wurde ich von Sascha Moralis (sh. Krankenbericht) auf diesen Kanal aufmerksam gemacht und war sofort fasziniert. Die mikroskopischen Aufnahmen werden vom Text überlagert. Es gibt keine Gesichter und keine Stimmen. Macht Sie das nachdenklich?
Es gibt auch nur Pseudonyme. Das muss einen Grund haben.

Wir halten diese Videos für hochinteressant und haben bisher eines unter der Rubrik „Bilder“ eingestellt, mit nachfolgender Textübersetzung. Das würden wir gern so weiterführen, können das aber natürlich nicht mit allen ca. 76 Videos machen, die schon im Netz sind. Die einzige Serie dieser Videos von Skizit, die vollständig ohne Unterbrechung im Netz steht finden Sie bei Indiaeveryday.in/video/u/skizitgesture.htm

Aber auch bei YouTube sind eine ganze Menge davon zu sehen. Die eigene Webseite dieser kleinen Gruppe nennt sich MorgellonsResearchGroup.com . Da die Leute in Kalifornien leben, ist der Text in Englisch.